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F30/023 Latium, Terracina - Ferienhaus mit Terrasse und großem Garten in herrlicher Panoramalage


Latium (Lazio) Süd - Terracina, Sabaudia, Circeo Nationalpark
Im südlichen Latium, zwischen Rom und der mittelalterlichen Stadt Terracina bzw. Sabaudia, befindet sich die Potinische Ebene, bis vor siebzig Jahren ein noch kaum besiedeltes Sumpfgebiet. Die alte Via Appia Richtung Neapel führte hier am Rande vorbei. Entlang dieser alten Römerstraße finden Sie heute noch großartige, auf Hügeln erbaute Städte. Seit der Antike wurde immer wieder versucht, die Potinischen Sümpfe trockenzulegen, aber weder die Römer noch die Goten hatten damit dauerhaften Erfolg. Die Trockenlegung dieser römischen Maremmen stellte sich noch schwieriger dar als die der toskanischen: erst in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ist sie endgültig gelungen. Systematisch wurde das sehr fruchtbare Gebiet für die Landwirtschaft erschlossen, es entstanden neue Städte, Dörfer und Straßen.

In nur 256 Tagen, im Jahre 1934, wurde am südlichen Ende der Potinischen Ebene, nahe Terracina die Stadt Sabaudia am Lago di Paola erbaut. Zur gleichen Zeit wurde um Sabaudia und dem Monte Circeo, einer steil aus der Ebene aufragenden und weithin sichtbaren Erhebung mit einer Höhe von 541 m, ein großer Nationalpark eingerichtet. Dadurch ist diese besonders reizvolle, in unmittelbarer Küstennähe liegende Landschaft bis heute weitgehend ursprünglich geblieben. Inmitten üppiger Vegetation finden sich, wie vor Jahrhunderten, die Weidegründe der Büffel, aus deren Milch der bekannte Mozzarella di Bufala hergestellt wird.

Trotz seiner Einmaligkeit ist dieses Gebiet in Deutschland wenig bekannt und wird immer noch wie ein Geheimtip gehandelt. Hier finden Sie auf einer Länge von über 20 Kilometern eine faszinierende Dünenlandschaft, feinsten Sandstrand und sauberes Wasser, wie es dies alles sonst nur noch auf Sardinien gibt. Dieser unverbaute Küstenstreifen hat eine Breite von zwei Kilometern und war einst eine große Lagune. Heute gibt es in diesem Gebiet vier Seen, umgeben von einer faszinierenden Naturlandschaft. Im Parco Nationale del Circeo, der sich an diesen Küstenstreifen anschließt, können Sie im Schatten riesiger Pinien oder Eichen ausgedehnte Wanderungen oder Radtouren unternehmen. Hier sind auch noch Reste alter römischer Villen und die alte Wallfahrtskirche Santuario della Sorresca zu besichtigen.

Am Hang des Monte Circeo liegt der Ort S. Felice Circeo, der sich seinen reizvollen, mittelalterlichen Ortskern mit farbigen Häusern, engen Gassen, unzähligen Natursteintreppen und den blumengeschmückten Balkonen bis heute bewahrt hat. Unterhalb des Ortes gibt es einen Yachthafen und eine große Anzahl von Villen und Residenzen, überwiegend im Besitz von wohlhabenden Römern.

In Terracina angekommen, hat man Mittelitalien hinter sich gelassen und den Mezzogiorno, den Süden Italiens, erreicht. Das Klima hier ist im Winter sehr mild, so dass ganzjährig eine subtropische Vegetation mit Palmen, Kakteen, Eukalyptus- sowie Orangen- und Zitronenbäumen gedeiht. Terracina wurde bereits von den alten Römern als Ferienort sehr geschätzt. Zwischen Terracina und Gaeta liegt, weithin sichtbar auf einem Felsen hoch über dem Meer, die Stadt Sperlonga mit ihren gekalkten Häusern, engen Gassen, unzähligen Bögen und alten Stadttoren.

Sperlonga hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Badeort entwickelt. Nur einen Kilometer entfernt befindet sich die erst 1957 entdeckte Tiberius-Villa und ein Museum mit den an der Fundstelle ausgegrabenen Skulpturen. Von S. Felice Circeo gut zu erreichen sind auch die Pontinischen Inseln Ponza, Palmarola, Zannone, Gavi sowie Ventotene und S. Stefano. Die Inselgruppen sind vulkanischen Ursprungs und faszinieren durch ihre außergewöhnliche Farbgebung, die wild zerklüfteten Formen ihrer Buchten, Klippen und Grotten sowie durch ihre atemberaubende Landschaft, die fast ein Spiegelbild der den Inseln vorgelagerten Unterwasserlandschaft zu sein scheint.